Eine unnötige Niederlage handelte sich die Mannschaft von Trainer Shepherd am Samstagabend in Kaiserslautern zum Start der neuen Saison ein. Vor 800 Zuschauern in der Sporthalle der Technischen Universität hieß es am Ende 84:93 (23:16, 33:40, 53:60) für die Mannschaft von Neu-Trainer Vladimir Bogojevic.
Dabei hatte alles so gut angefangen. Trainer Shepherd mahnte es nach dem Pokalspiel in Hagen an und seine Belegschaft sollte folgen. Hellwach präsentierten sich die Magics zu Beginn. Spritzig und gedankenschnell zugleich. Erst nach einer 6:0 Führung hatten die Braves eine erste Gelegenheit, um in das Spiel zu kommen. Dominant waren die Magics vornehmlich unter dem Brett, angeführt vom starken Sean Mallon, der eigentlich nie zu bremsen war. Ein ums andere Mal setzte sich Mallon durch. Nach rund sechs Spielminuten kam es dann zum Debüt von Center Shawnson Johnson, der erst am Donnerstagmittag in Düsseldorf eingetroffen war. Und Johnson setzte innerhalb von einer Minute ein dickes Ausrufezeichen. Zuerst in der Offense, als er einen Tip-In in eine Dunking umwandelte. Kurze Zeit später verschaffte sich der Riese Respekt in der Defense, als er sich gegen zwei Gegenspieler in der Luft einen Rebound krallte.
Mit Ende des 1.Viertels endete aber auch abrupt die Herrlichkeit seitens der Magics. Urplötzlich besannen sich die Magier nicht mehr auf die eigenen Vorteile unter dem Korb, und begannen aus der Distanz zu werfen. Dies mit ganz wenig Erfolg.
Kaiserslautern hingegen brachte den eigenen Express ins Rollen. Angeführt von den Aufbauspielern Matthies und Holcomb-Faye wendeten die Braves das Blatt und brachten sich bis zur Halbzeit mit sieben Punkten in Front.
“Vladi” Bogojevic war nun in seinem Element. Jedes Mal wenn die Magics auch nur ansatzweise zurück in ihren Rhythmus fanden, nahm er ein Time-Out für sein Team und unterbrach die sich anbahnende Entwicklung.
Ab Mitte des 3.Viertels war das Spiel dann gelaufen. Aufgrund der deutlich schwächeren Wurfquote aus der Mitteldistanz und aus der Ferne (insgesamt nur 8/29) war es für die Magics unmöglich, den durchschnittlichen Rückstand von 10 Punkten aufzuholen.
Die Braves dagegen setzten – zum aus ihrer Sicht richtigen Zeitpunkt – jeweils Nadelstiche in Form von verwandelten Dreiern (Holcomb-Faye und Tim Schwartz trafen).
“Wir haben in der 2.Halbzeit unsere Linie verloren und es anschließend nicht mehr geschafft, den numerischen Anschluss wieder herzustellen. Dafür waren wir heute aus der Distanz zu schwach. Nach dem guten Start war dies eigentlich unnötig und deshalb ist es sehr sehr schade. Hier war mehr drin gewesen”, so ein etwas enttäuschter Magics Trainer Robert Shepherd.
Anders sah das natürlich bei seinem ehemaligen Schützling und jetzigen Kollegen aus.
Vladimir Bogojevic: “Das war ein toller Auftakt für uns. Allerdings gibt es keinen Anlass dafür, nun voreilige Schlüsse zu ziehen. Weder in die eine, noch in die andere Richtung. Viele Teams haben ihr Gesicht in den letzten zwei Wochen noch entscheidend geändert. Über Liga, Leistungsstärke und eigene Zielsetzung kann man erst in ein paar Wochen eine Aussage treffen.”
Stats:
Magics:
Mallon (32 Punkte/10 Rebounds), Deister (15/3-6 Dreier), Burks (15), Johnson (7/6 in 14 Minuten), Howell (7), Amaya (4), Zivanovic (4), Sadek, Welling, Wagner, Sugland, Brückmann
Braves:
Holcomb-Faye (22), Mathies (20), Oliver (20)
(c)Text: Düsseldorf Magics