Die Düsseldorf Magics haben sich nach intensiven Gesprächen von ihrem Headcoach Robert Shepherd getrennt und damit auf die sportliche Talfahrt reagiert. Bereits zur heutigen Pressekonferenz im Vorfeld der schweren Auswärtsbegegnung in Nördlingen stellte sich Shepherd gemeinsam mit der zukünftigen Geschäftsführerin Vera Seefeld den Fragen der Journalisten zur Trennung.

Eine Ära endet

Robert Shepherd war das Aushängeschild und die prägende Figur des Düsseldorfer Basketballs. Seine Verdienste rund um die ART Düsseldorf Magics sind zahlreich.

Bereits in der Regionalliga Saison 2001/2002 war Shepherd der Starting Point Guard und führte die Bulldogs (damaliger Name der Magics) verlustpunktfrei zum Aufstieg in die Zweite Liga. Zeitgleich wurde der Westdeutsche Pokalsieg errungen.

Auch in der Zweiten Liga sorgte Shepherd auf dem Court stets für Furore und war als Führungsfigur und Teamleader allseits anerkannt und beliebt.

Zur Saison 2004/2005 beendete “Shep”, wie er liebevoll von allen genannt wird, im Alter von 35 Jahren seine aktive Laufbahn und trainierte fortan mehrere Jugendteams des Stammverein ART 77/90 Düsseldorf.

Als Magics Trainer Steven Key im Jahr darauf nach Ablauf seines Vertrages ein super Angebot der Chicago Sky (WNBA) annahm, genoss Shepherd oberste Priorität bei der Trainerfindung.

Schnell wurde deutlich, dass Robert Shepherd als Coach ähnlich akribisch und professionell seinen Job nachgehen sollte, wie er es als Spieler tat. Rund um die Uhr war Coach Shepherd mit der Weiterentwicklung der Düsseldorf Magics beschäftigt. 2005/2006 erreichte er überraschend den dritten Tabellenplatz. 2006/2007 reichte es punktgleich mit dem Dritten zum fünften Platz.

In der laufenden Saison sollte es dann nicht mehr zusammenpassen. Der Spielplan verdeutlichte zwar schnell, dass man aufgrund des deutlich geringeren Etats mit einem Minus auf dem Punktekonto starten könnte, allerdings zwangen vielmehr die Art und Weise der zustande gekommenen Niederlagen die Verantwortlichen zum Handeln.

Magics Gesellschafter Klaus Wischnitzki: “Das ist die schwierigste Entscheidung, die wir in den letzten Jahren hier treffen mussten. Robert Shepherd war immer unser Aushängeschild und vom Einsatz, seiner Leidenschaft und seiner Akribie dem Job gegenüber kann man ihm überhaupt nichts vorwerfen. Nur die Punkte blieben aus. Wir mussten einfach reagieren, da sonst die Gefahr droht, frühzeitig den Anschluss an die Nicht-Abstiegsränge zu verlieren.”

Die Magics belegen derzeit mit 2:10 Punkten den letzten Rang in der Pro A.

Robert wird immer ein Teil von uns und ein echter Freund bleiben. Wir möchten uns bei ihm ganz herzlich für all seine Verdienste in der Vergangenheit bedanken. Wir bleiben natürlich immer in Kontakt und versuchen ihm auch in Zukunft beratend, oder auch bei der Jobsuche behilflich zu sein”, so Wischnitzki.

Seit Dienstagabend stehen die Magics Verantwortlichen bereits in Kontakt mit aussichtsreichen Kandidaten für Shepherds Nachfolge. Nach Wunsch der Verantwortlichen soll in naher Zukunft der Nachfolger vorgestellt werden.

(c)Text: Düsseldorf Magics