Eine Woche nach dem deutlichen 100:70-Erfolg über den FC Schalke 04 steht für die Basketballer der Düsseldorf Magics am Samstag ab 18 Uhr das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Im Rahmen des elften Spieltages der 2. Basketball-Bundesliga ProA treten die “Magier” bei den Bremen Roosters an.
“Bremen ist eine sehr heimstarke Mannschaft. In eigener Halle haben sie bereits gegen die BG Karlsruhe gewonnen. Sie spielen sehr strukturiert und haben gute Guards”, analysiert Magics-Trainer Markus Zilch. Drei der insgesamt vier Saisonsiege fuhren die Bremer in eigener Halle ein. Trotz der Heimstärke der Norddeutschen ist die Zielsetzung der Magics eindeutig: “Wir fahren da hin, um zu gewinnen. Etwas anderes zählt für uns nicht. Der Sieg über Schalke hat meiner Mannschaft neues Selbstvertrauen und neue Zuversicht gegeben”, berichtet Zilch seine Beobachtungen aus der täglichen Trainingseinheit.
Überbewerten wollte der Düsseldorfer Coach den Sieg über Schalke auch knapp eine Woche nach dem Spiel nicht. “Wir sind jetzt noch nicht über den Berg. Wir haben eigentlich zu viele Punkte zugelassen. Deswegen haben wir in erster Linie an unserer Verteidigung gearbeitet. Da müssen wir noch zwei Schippen drauflegen.”
Die Defense zählt zu den großen Stärken der Bremen Roosters. Nur drei Teams in der gesamten ProA kassieren im Schnitt weniger Punkte als die “Hähne” aus Norddeutschland (72,5). Kopf der Mannschaft von Trainer Nedim Hizliates ist der US-Amerikaner Al Elliot. Nach einem kurzen Gastspiel beim Erstligisten Science City Jena kehrte der 1,90 m große Aufbauspieler an seine frühere Wirkungsstätte zurück und spielt so, als wäre er nie weggewesen. Mit durchschnittlich 16,4 Punkten und 2,8 Assists pro Begegnung ist Elliot die Schaltzentrale der Bremer Offensive.
Ein weiterer Leistungsträger der Roosters kommt ebenfalls aus den Vereinigten Staaten. Der 31-jährige Terryl Woolery ist ein erfahrener Spieler und war in den vergangenen beiden Jahren so etwas wie das Aushängeschild der Wolfenbüttel Dukes. Der vielseitige Small Forward kommt in Bremen bisher auf durchschnittlich 12,9 Punkte. Unter den Körben verrichten der Kanadier Jordan Sabourin (8,5 Punkte/7,9 Rebounds) und der Däne Jens Hakanowitz (11,5/6,3) ihre Arbeit. Hinzu kommt in Jan Fikiel (5,4/3,5), ein früherer deutscher Junioren-Nationalspieler.
Die personelle Situation bei den Magics ist immer noch nicht entspannt. Center Nicolas Welling ist aufgrund einer Grippe weiter außer Gefecht. Sein Einsatz in Bremen ist fraglich. Auch der Einsatz von Forward Sasa Zivanovic ist noch nicht gesichert. “Sasa hat einen Riss im Meniskus. Wir sind noch nicht sicher, ob er operiert werden muss. Zu allem Überfluss ist er im Training umgeknickt und hat einen dicken Fuß. Über einen Einsatz entscheiden wir kurzfristig. Sicherlich wird seine Spielzeit verletzungsbedingt nicht sonderlich umfangreich ausfallen”, so Zilch.
Ein Blick auf die Statistik lässt die Magics hoffen. In den vergangenen drei Jahren kamen die Düsseldorfer jeweils mit einem Sieg aus Bremen zurück.
(c)Text: Düsseldorf Magics