Nach der knappen Niederlage in der Vorwoche bei den Bremen Roosters (71:72) hatten die Düsseldorf Magics dieses Mal das bessere Ende für sich. Am frühen Sonntagabend setzten sich die “Magier” im Rahmen des zwölften Spieltages der 2. Basketball-Bundesliga ProA 77:76 (41:39) bei Tabellenschlusslicht Dimplex Falke Nürnberg durch. Nach dem dritten Saisonsieg stehen die Düsseldorfer nun nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. “Das war ein Kampfspiel von beiden Teams. Nürnberg ist besser, als es der Tabellenplatz aussagt. Sie werden noch einigen Teams Probleme bereiten. Ich bin froh, dass wir hier als Sieger vom Platz gegangen sind”, zeigte sich Düsseldorfs Trainer Markus Zilch nach dem Spiel erleichtert.
Von den beiden Neuzugängen fand sich Center David Berghoefer direkt in der Startformation wieder. In der dritten Minute erzielte der 2,08m-Riese seine ersten Punkte im Magics-Dress zum zwischenzeitlichen 4:4. Nürnberg kam besser in die Begegnung und zog dank einer 7:0-Serie bis zur fünften Minute auf 11:4 davon. Kurze Zeit später kam Michael Neal zu seinem ersten Einsatz für die Magics. Mit dem Guard auf dem Feld lief es bei den Gästen besser. Ein zwischenzeitlicher 11:2-Lauf sorgte für eine 15:13-Führung der Magics (8.). Forward Sean Mallon brachte die Rot-Weißen dabei erstmals in Front. Nürnberg holte sich den Vorsprung jedoch zurück. Mit 21:19 für die Gastgeber ging es in den zweiten Spielabschnitt.
Dort erwischten die Magics den besseren Start und setzten sich auf 31:22 ab. Nürnberg zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und kämpfte sich zurück in die Partie. Angetrieben von den 750 Zuschauern übernahmen die Franken das Kommando und führten kurz vor der Pause wieder mit 39:38. Sechs Sekunden vor der Halbzeitsirene vergab Sean Mallon von der Dreier-Linie, doch Berghoefer pflückte den Rebound. Über Neal kam der Ball zum blendend aufgelegten Nick Stapleton, der von “Downtown” zur 41:39-Halbzeitführung der Magics einnetzte.
Auch im dritten Abschnitt sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Erst gegen Ende des Viertels erarbeiteten sich die Gäste einen Vorsprung. Bei einer Führung von 63:57 hätten sowohl Neal als auch Tyler Amaya von der Drei-Punkt-Linie noch erhöhen können, doch beide vergaben eine noch bessere Ausgangsposition.
Im dritten Viertel ohne Punkte geblieben, erhöhte Neal zu Beginn des vierten Viertels nach einem Steal auf 65:57. Bis zur 34. Minute wuchs der Vorsprung der Magics auf neun Zähler an (73:64). Wer nun bereits an eine Vorentscheidung glaubte, der sah sich getäuscht. Während bei Düsseldorf in dieser Phase nur wenig zusammenlief, arbeitete Nürnberg sich Stück für Stück heran. Insbesondere von der Freiwurflinie bewiesen die “Falken” ein sicheres Händchen und verkürzten durch Robert Dühring auf 71:73 (36).
“Immer wenn wir die Chancen hatten uns abzusetzen, haben wir uns wieder selber ins Knie geschossen. Durch individuelle Fehler haben wir Nürnberg im Spiel gehalten. Damit bin ich nicht zufrieden”, ärgerte sich Zilch.
Erst nach vollen drei Minuten kamen die Magics wieder zu einem Korberfolg. Von der Freiwurflinie traf Amaya zumindest einen von zwei Versuchen zum 74:71 (37.). In der Folge hatten Sajmen Hauer und nach einem Turnover von Amaya auch Dimitry McDuffie die Chance, per “Dreier” auszugleichen. Doch die beiden Nachwuchskräfte vergaben. Stattdessen verkürzte Dühring per Korbleger auf 73:74 (38.) Als wenig später Routinier Michael Lake aus der Distanz zum 76:74 für Nürnberg traf, mussten die Magics um die Früchte ihrer Arbeit bangen.
Bedanken durften sich die Rot-Weißen bei Nick Stapleton und David Berghoefer, dass am Ende doch noch zwei Punkte auf der Habenseite standen. Mit einem tiefen “Zweier” und seinen Punkten 24 und 25 glich Stapleton aus, ehe Berghoefer von der Freiwurflinie den Schlusspunkt setzte. Nürnberg hatte noch eine Gelegenheit zum Sieg, doch Hauer vergab wenige Augenblicke vor dem Ende.
Mit dem Einstand der beiden neuen Spieler war Zilch zufrieden: “Beide haben schon in ihrem ersten Spiel angedeutet, dass sie wichtig für uns werden können. Für die erste Partie mit einem neuen Team haben beide eine sehr ansprechende Leistung gezeigt.”
Magics: Stapleton 25/2, Berghoefer 13 (9 Rebounds), Amaya 10/1, Mallon 9/2, Neal 7/1 (fünf Steals, vier Assists), Zivanovic 5, Howell 4, Sadek 2, Welling 2
(c)Text: Düsseldorf Magics