Die Düsseldorf Magics haben zwei weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt verbuchen können. Im Rahmen des 20. Spieltages der 2. Basketball-Bundesliga ProA setzten sich die “Magier” am Samstagabend vor 700 Zuschauern im Burg-Wächter Castello 86:75 (49:41) gegen den BV Chemnitz 99 durch. In der Tabelle kletterten die Rot-Weißen durch den zweiten Sieg in Folge vorerst auf Rang 13. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt nun zwei Punkte, zudem haben die Magics den direkten Vergleich gegen Chemnitz gewonnen. “Das waren heute ganz wichtige Punkte für uns. Nun haben wir ein kleines bisschen Luft nach unten. Aber die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren”, warnte Düsseldorfs Trainer Markus Zilch trotz des Sieges vor allzu großer Euphorie.
Im ersten Viertel sahen die Zuschauer zunächst eine zerfahrene Begegnung. Beide Teams agierten in der Offensive gut, vernachlässigten jedoch ein ums andere Mal die Verteidigungsarbeit. Düsseldorf musste weiterhin auf die verletzten Keonta Howell und Sasa Zivanovic verzichten. Die Gäste aus Sachsen, die in der Vorwoche noch eine bittere 60:95-Heimniederlage gegen Schalke hatten hinnehmen müssen, spielten aggressiv und waren auf Wiedergutmachung aus. Dabei ging das Team von Coach Bill Magarity teilweise etwas übereifrig zur Sache: in der siebten Minute kassierte Center Yusuf Baker bereits sein drittes persönliches Foul. Davon unbeirrt entschieden die Gäste den ersten Abschnitt mit 27:24 für sich.
Punkte des erneut gut aufgelegten Farid Sadek und von Sean Mallon (3) sorgten für eine 29:27-Führung der Magics zu Beginn des zweiten Viertels. Bis zur 17. Minute wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften mehrmals hin und her. Erst im Anschluss konnten sich die Gastgeber etwas absetzen. Angeführt von einem wie in den letzten Wochen hervorragenden Nick Stapleton zogen die Hausherren auf 49:39 (20.) davon. Der 28-Jährige US-Amerikaner, der zur Pause bereits 21 Punkte auf seiner Habenseite verbuchen konnte, war in dieser Phase von keinem seiner Gegenspieler zu halten. “Nick wächst immer mehr in die Rolle unseres Leaders. Auch heute konnten wir uns wieder auf ihn verlassen”, so Zilch. Kurz vor der Pause gelang Baker von der Freiwurflinie noch etwas Ergebniskosmetik, so dass es mit 49:41 in die Halbzeit ging.
Auch nach der Pause waren die Magics am Drücker. Individuelle Fehler der Gäste wurden eiskalt bestraft. In der 25. Minute markierte Stapleton mit einem Drei-Punkt-Spiel das 63:47. Während die Magics in der Folge etwas nachlässiger im Nutzen ihrer Chancen wurden, witterte der Gast wieder Morgenluft. Binnen vier Minuten legten die Sachsen eine 15:2-Serie auf den Hallenboden und verkürzten den Rückstand auf 62:65 (29.). Ein erfolgreicher “Dreier” von Sadek sorgte in dieser wichtigen Phase für etwas Entlastung, doch Chemnitz verkürzte bis Ende des dritten Viertels auf 66:68.
Als Chemnitz’ Bester, Center Thomas Fairley, in der 32. Minute für den 68:68-Ausgleich sorgte, hatten nicht wenige der Magics-Fans ein ungutes Gefühl. Zwar brachte Tyler Amaya Düsseldorf von der Freiwurflinie zunächst wieder mit 70:68 in Front, doch im Gegenzug markierte Blake Shelton den erneuten Ausgleich (34.). Sollte es wie in den letzten Spielen gegen den MBC und Bayreuth wieder eine Zitterpartie für die “Magier” werden? Es sollte nicht so kommen – dank einer 12:4-Serie setzten sich die Gastgeber bis zur 38. Minute wieder auf 82:74 ab. Auch zwei kurz hintereinander genommene Auszeiten halfen Chemnitz nicht mehr. Nick Stapleton war es vorbehalten, von der Freiwurflinie den letzten Punkt des Abends zu markieren. Nach einer spannenden Partie setzten sich die Zilch-Schützlinge mit 86:75 durch.
“Ich möchte mich heute bei den Zuschauern bedanken. Sie haben uns toll unterstützt”, sagte Düsseldorfs Trainer Markus Zilch nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. “Wir haben heute vielleicht auch das Quäntchen Glück gehabt, das man braucht, um solche Spiele zu gewinnen”, so Zilch weiter. Trotz des Sieges sah der Trainer weiter Verbesserungsbedarf: “In der Phase, in der Chemnitz wieder rangekommen ist, haben wir zu nachlässig gespielt. Da müssen wir noch konstanter werden. Heute konnte man wieder einmal sehen, dass 15 Punkte im Basketball schnell aufgeholt werden können.”
(c)Text: Düsseldorf Magics
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