Die Basketballer der Düsseldorf Magics haben am 21. Spieltag der 2. Bundesliga ProA die große Chance verpasst, sich weiter von den Abstiegsrängen abzusetzen. Beim TV Langen mussten sich die Magier am Samstagabend mit 81:85 (44:35) geschlagen geben. “Das war eine sehr unglückliche Niederlage für uns. Langen hat am Ende einfach alles getroffen, bei uns fiel der Ball einfach nicht mehr in den Korb. Dann verlierst Du so ein Spiel. Das ist Basketball”, fasste ein enttäuschter Magics-Coach Markus Zilch das Geschehne zusammen.
Im ersten Viertel sahen die knapp 500 Zuschauer in der Georg-Sehring-Halle eine ausgeglichene Begegnung, in der sich keines der beiden Teams nennenswert absetzen konnte. Zunächst agierten beide Mannschaften nervös – sowohl Michael Neal als auch Robin Benzing schossen jeweils zwei Fahrkarten von der Freiwurflinie, Langens Center Mark Kelley kassierte bereits in der ersten Spielminute zwei persönliche Fouls. Nick Stapleton war es vorbehalten, die ersten beiden Punkte der Begegnung zu erzielen (2.).
Nach mehreren Führungswechseln entschieden die Magics die ersten zehn Minuten knapp mit 23:22 für sich. Langen musste dabei ab der neunten Spielminute ohne US-Spieler Mitch Laue auskommen. Der Guard schied mit Verdacht auf Bänderriss aus, nachdem er nach einem Wurfversuch umgeknickt war. Gar nicht erst auflaufen konnten die verletzten Kai Barth und Max Weber.
Zu Beginn des zweiten Abschnittes setzten sich die Magics nach Punkten des wiedergenesenen Keonta Howell und David Berghoefer auf 27:22 ab (12.). Die “Giraffen” zeigten sich von dem forschen Beginn der Gäste jedoch nicht beeindruckt. Binnen einer Minute ging das Team von Trainer Frenkie Ignjatovic wieder mit 28:27 in Front. Dies sollte jedoch für lange Zeit die letzte Langener Führung sein. Im Gegenzug läutete Sean Mallon mit einem “Dreier” den Düsseldorfer Schlussspurt ein. Bis zur Halbzeit hatten die Zilch-Schützlinge einen Neun-Punkte-Vorsprung herausgespielt (44:35).
Nach Wiederbeginn verkürzte Langens treffsicherer Forward Koray Karaman von der Drei-Punkte-Linie auf 40:46 (23.), in den folgenden drei Minuten gelang den Hessen jedoch kein einziger Punkt mehr. Die Magics zogen dank einer 12:0-Serie auf 58:40 davon (16.). Erst US-Center Kelley konnte den Düsseldorfer Lauf mit einem Korbleger unterbrechen, ehe Mallon im Gegenzug noch einmal per Dreier auf 61:42 erhöhte (17.). Nur noch wenige in der Georg-Sehring-Halle hätten wohl zu diesem Zeitpunkt noch auf die heimischen “Giraffen” gewettet. Auch TV-Coach Ignjatovic gestand auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: “Zu diesem Zeitpunkt war ich mir nicht sicher, ob wir noch zurückkommen können.” Aber Langen kam zurück. Eingeläutet durch einen “Dreier” von Igor Starcevic holten die Gastgeber Punkt für Punkt auf und lagen nach dem dritten Viertel nur noch mit neun Punkten zurück (56:65).
Zur Freude der heimischen Fans nahmen die Gastgeber den Schwung mit ins Schlussviertel. Karaman verkürzte in der 32. Minute per “Dreier” auf 62:67. Noch einmal hatten die Magics die passende Antwort parat – Tyler Amaya markierte seine einzigen Punkte an diesem Abend zum 70:62 (33.). Die Partie kippte endgültig in der 35. Minute. Beim Zweikampf um den Ball traf Center Berghoefer seinen Gegenspieler Karaman mit dem Ellenbogen im Gesicht. Die Referees werteten diese Aktion als unsportliches Foul. Kelley und Starcevic nutzten die Gelegenheit und glichen zum 70:70 aus. Sean Mallon brachte die Magics im Gegenangriff von der Freiwurflinie letztmalig in Führung (71:70/36.), ehe Starcevic mit seinem dritten “Dreier” an diesem Abend auf 73:71 für Langen erhöhte. Gepusht durch die erfolgreiche Aufholjagd rissen die Gastgeber das Spiel nun an sich. Sämtliche Versuche der Magics, die Kontrolle zurückzugewinnen, waren nicht von Erfolg gekrönt. Am Ende setzten sich die Gastgeber dank eines tollen Comebacks mit 85:81 durch.
(c)Text: Düsseldorf Magics