Es hat nicht sollen sein. Gegen Tabellenführer Cuxhaven BasCats mussten sich die Düsseldorf Magics am 24. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA hauchdünn mit 82:84 (38:52) geschlagen geben. Dabei hätte das Ende für die Gastgeber nicht unglücklicher verlaufen können. Weniger als eine Sekunde vor Schluss markierte Cuxhaven vor 1200 Zuschauern im gut besetzten Burg-Wächter Castello die entscheidenden Punkte für das Team von der Nordsee. “So ein Ende ist natürlich immer enttäuschend, aber ich zolle meiner Mannschaft viel Respekt für das heute Gezeigte”, sagte Düsseldorfs Trainer Markus Zilch nach dem Spiel.

Nicht nur aus sportlicher Sicht wurde für die Zuschauer viel geboten. Spieltagssponsor Schneekoppe hatte für ein buntes Rahmenprogramm gesorgt und die Besucher mit gesunden Müsliriegeln und Fruchtschnitten verwöhnt.

Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahmen die Hausherren im ersten Viertel das Kommando und entschieden den ersten Abschnitt mit 28:23 für sich. Top-Scorer Nick Stapleton verbuchte nach zehn Minuten bereits zwölf Punkte. Auch das zweite Viertel begann zunächst vielversprechend, Sean Mallon erhöhte auf 30:23 für die Rot-Weißen (11.).

Dann jedoch folgte der große Auftritt des Tabellenführers. Binnen sieben Minuten legten die Norddeutschen einen 22:0-Lauf hin und lagen in der 18. Minute mit 45:30 in Front. “In dieser Phase haben wir unsere taktische Marschroute völlig über den Haufen geworfen. Wir haben schwere Würfe genommen und im Gegenzug viele leichte Körbe des Gegners kassiert. So etwas ist gegen eine Klassemannschaft wie Cuxhaven absolut tödlich”, fasste Zilch zusammen. Erst 2:36 Minuten vor der Pause konnten die Magics in Person des gut aufgelegten Keonta Howell wieder punkten (33:45). Angeführt von einem überragenden Jean Francois sicherten sich die Gäste zur Halbzeit eine 52:38-Führung.

Im dritten Abschnitt fanden die “Magier” wieder zu ihrem Spiel. Stapleton verkürzte in der 23. Minute per “Dreier” auf 48:55, Howell markierte per krachendem Dunk das 58:64 (29.). Cuxhaven zeigte sich jedoch zunächst nur mäßig beeindruckt und zog wieder auf elf Punkte davon (71:60/30.), ehe Michael Neal wenige Augenblicke vor Viertelende die Düsseldorfer Hoffnungen mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf noch einmal anfachte (63:71).

Der Schlussabschnitt begann ebenfalls äußerst vielversprechend für die Gastgeber. Stapleton markierte von jenseits der Drei-Punkte-Linie das 66:71 (32.). Als der US-Amerikaner knapp zwei Minuten später ebenfalls per Distanzwurf das 70:71 (34.) folgen ließ, stand die Halle kopf. Selbst das fünfte persönliche Foul gegen den unter Schmerzen spielenden Center David Berghoefer (34.) konnte der Düsseldorfer Moral keinen Abbruch tun. Farid Sadek markierte von der Freiwurflinie die erste Führung seit der elften Minute (72:71).

Nach dreimaligem Führungswechsel schienen die Gäste das bessere Ende für sich zu haben. Gibson, Roderick Trice und Francois brachten die Schützlinge von Trainer Vilmantas Matkevicius wieder mit 79:74 nach vorne. Doch wenige Sekunden vor Schluss erzielte Stapleton abermals per Dreier den 82:82-Ausgleich. Die Verlängerung war zum Greifen nahe, doch Cuxhaven behielt einen kühlen Kopf und markierte die entscheidenden Punkte.

“Wir haben drei Viertel gewonnen, aber am Ende doch verloren. Nächste Woche müssen wir uns in Gelsenkirchen die verlorenen Punkte zurückholen.” Cuxhavens Trainer Matkevicius war glücklich über den Sieg: “Diese Düsseldorfer Mannschaft hat uns alles abverlangt. Das ist kein Vergleich zum Team aus der Hinrunde. Für uns war es ein schweres Stück Arbeit. Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben.”

(c)Text: Düsseldorf Magics