Die Düsseldorf Magics haben die guten Leistungen der vergangenen Wochen bestätigen können und sind mit einem 100:87 (40:45)-Erfolg vom Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 zurückgekehrt. Durch den insgesamt sechsten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit stellten die Rot-Weißen den Kontakt zu den Mittelfeldplätzen der 2. Basketball-Bundesliga ProA wieder her. Schalke muss nach der fünften Niederlage in Serie weiter die Abstiegsränge im Auge behalten.

Vor der Schalker Saisonbestmarke von 600 Zuschauern erwischten die Gäste den besseren Start. In der zweiten Spielminute führte die Mannschaft von Trainer Markus Zilch bereits mit 7:2. Doch Schalke zeigte sich davon unbeeindruckt und kam immer besser ins Spiel. Angetrieben von Aufbauspieler Matt Witt zogen die Königsblauen über 16:11 (7.) auf 21:13 (8.) davon. Düsseldorf bemühte sich erfolgreich, den Abstand zu verringern. Nach zehn Spielminuten führten die Hausherren nur noch 25:21.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Magics zunächst wieder bis auf zwei Zähler heran (28:30/13.), ehe Schalke erneut auf acht Punkte davonzog (36:28/14.). Bis zur Pausensirene gestalteten die Gäste die Ausgangslage etwas freundlicher und verkürzten auf 40:45. In der Verteidigung hatte sich S04-Trainer Boris Kaminski etwas Besonderes einfallen lassen. Einer der Schalker Feldspieler hatte einzig und alleine die Aufgabe Magics-Aufbauspieler Nick Stapleton aus dem Spiel zu nehmen. Igor Simin und Quentin Pryor wechselten sich mit dieser Aufgabe ab, trotzdem war der 28-Jährige mit zehn Punkten bester Düsseldorfer Scorer zur Halbzeit.

Was auch immer Magics-Coach Zilch seinen Mannen in der Pause gesagt hatte, es war auf fruchtbaren Boden gefallen. Zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Magics los wie die Feuerwehr. Schalke nahm bereits nach 53 Sekunden und vier Punkten für die Magics eine Auszeit, doch ohne nennenswerten Erfolg. Mit einem 19:2-Lauf bis zur 26. Minute (59:47) legten die Gäste das Fundament für den späteren Sieg. Nach dem ersten Schock berappelten sich die Hausherren noch einmal. Nach drei Vierteln betrug der Rückstand der Gastgeber nur noch drei Punkte (63:66).

Der Schlussabschnitt begann mit einer Schrecksekunde für die “Magier”. Nach einem Foul des mit der Bewachung von Stapleton überforderten Simin krümmte sich der Magics-Aufbauspieler vor Schmerzen am Boden. Gestützt von zwei Teamkollegen musste der US-Amerikaner das Feld verlassen. Erst spät im letzten Viertel konnte der Top-Scorer der Liga wieder mitwirken. Doch selbst davon ließen sich die Magics nicht ablenken. Schnell schraubten Farid Sadek (2), Sean Mallon (3) und Tyler Amaya (2) die Magics-Führung wieder auf zwölf Zähler (75:63/32.). Konsequent nutzten die Magics nun ihre Chancen und kamen durch zahlreiche Tempogegenstöße zu weiteren Punkten. Insbesondere Keonta Howell blühte in der zweiten Hälfte auf und avancierte mit insgesamt 25 Punkten zum erfolgreichsten Punktesammler der Gäste.

“In der zweiten Halbzeit sind wir ein höheres Tempo gegangen und haben die Intensität erhöht. Zudem haben wir einige Kleinigkeiten umgestellt, die voll aufgegangen sind. Das war heute ein verdienter Sieg für uns. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet. So stelle ich mir das vor”, freute sich Zilch nach dem Spiel.

(c)Text: Düsseldorf Magics