Zum Ende der Saison drehen die Zweitliga-Basketballer der Düsseldorf Magics richtig auf. Am Samstagabend setzte sich das Team von Trainer Markus Zilch bei Phoenix Hagen mit 84:82 (40:37) durch und feierte damit bereits den vierten Sieg in Serie. Vor 1500 lautstarken Zuschauern behielten die Rot-Weißen vor allem in der Schlussphase einen kühlen Kopf und gingen als verdienter Sieger vom Parkett. “Wir haben in dieser Saison schon viele knappe Spiele gehabt. Langsam aber sicher wissen wir, wie man solche Partien für sich entscheidet”, freute sich Zilch nach dem Spiel.
Dabei brauchten die Gäste etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Erst nach 2:45 Minuten gelangen den Magiern die ersten Punkte (2:4/3.). Hagen bestimmte zunächst das Geschehen und konnte sich bis auf 11:4 (5.) absetzen. Allen voran die junge Garde um Per Günther und Ziyed Chennoufi wusste zu gefallen. Doch Mitte des ersten Abschnittes kamen die Gäste besser ins Spiel. Zunächst glich Keonta Howell aus (15:15/9.), ehe Nick Stapleton wenige Augenblicke später für die erste Düsseldorfer Führung an diesem Abend sorgte (17:15/10.). Diesen Vorsprung bauten die Magics bis zum Ende des Viertels noch auf 20:17 aus.
Im zweiten Spielabschnitt konnte sich keines der beiden Teams nennenswert absetzen. Nach dem zwischenzeitlichen 22:22 durch Chennoufi (13.) lagen die Gäste immer vorne. Doch auf mehr als sechs Punkte (31:25/16.) wuchs der Vorsprung nicht an. Hagen hatte immer die passende Antwort und ließ die Rheinländer nicht davonziehen. Diese behielten jedoch den Vorsprung aus dem ersten Abschnitt und lagen zur Pause mit 40:37 in Front. Ein ums andere Mal war Magics-Center David Berghoefer der Turm in der Schlacht. Bereits zur Halbzeit konnte der 23-Jährige elf Rebounds vorweisen. Auf Hagener Seite erwischte Top-Scorer Chase Griffin einen gebrauchten Tag – zur Pause hatte der US-Amerikaner noch keinen Punkt auf seinem Konto.
Erst in der 24. Minute erzielte Griffin per “Dreier” seine ersten Punkte in der Partie zum 44:46. Durch einen weiteren erfolgreichen Distanzwurf von Per Günther gingen die Hausherren unter dem lauten Jubel der Phoenix-Fans erstmals seit der neunten Minute wieder in Führung (47:46/24.). Doch die Freude der Gastgeber währte nicht lange. Düsseldorf konterte im Stile einer Klassemannschaft und zog wieder auf 53:47 (26.) davon. Bis zum Ende des dritten Viertels war der Vorsprung der Zilch-Schützlinge jedoch wieder auf zwei Zähler zusammengeschmolzen (57:55).
Wer nun im Schlussabschnitt mit einem Thriller rechnete, der sollte auf seine Kosten kommen. Zwar zogen die Magics das Tempo wieder an und führten zwischenzeitlich mit neun Zählern (70:61/33. und 76:67/36.), doch das ist im Hexenkessel Ischelandhalle kein großes Ruhepolster. Angepeitscht von den Fans verkürzte Hagen zu Beginn der 39. Minute durch einen “Dreier” von Griffin wieder auf 77:78. Jeder Angriffsversuch der Magics wurde nun mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht, doch davon ließen sich die Spieler nicht aus der Ruhe bringen.
Während Düsseldorf in der spannenden Schlussphase von der Freiwurflinie die Nerven behielt, vergab Griffin beim Spielstand von 79:82 gleich zwei Versuche von der Freiwurflinie. Im Gegenzug verwandelte Düsseldorfs Top-Scorer Howell den ersten Freiwurf (79:83), den wichtigen Offensiv-Rebound angelte sich auf spektakuläre Art und Weise Tyler Amaya und krönte damit seine sehr gute Leistung. Hagen schickte wenige Sekunden vor dem Ende Sean Mallon noch einmal an die Linie. Der Forward verwandelte einen seiner beiden Versuche zum 84:79. Mit der Schlusssirene betrieb Per Günther mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf noch Ergebniskosmetik und traf zum 82:84 aus Hagener Sicht.
(c)Text: Düsseldorf Magics