Oberbürgermeister Dirk Elbers lobt vorbildliches Projekt, das klimapolitische und pädagogische Ziele vereint.

Die erste Gemeinschafts-Solarstromanlage in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist am Montag, 13. Oktober, ans Netz gegangen. Oberbürgermeister
Dirk Elbers
nahm die Kollektoren auf dem Dach des Humboldt-Gymnasiums im Stadtteil Pempelfort offiziell in Betrieb. “Das bürgerschaftliche Engagement der Elterninitiative des Humboldt-Gymnasiums, gemeinsam aus eigenen Mitteln eine Solarstromanlage zu errichten, finde ich sehr erfreulich und vorbildlich und bedanke mich dafür ganz herzlich”, erklärte der Oberbürgermeister. Besonders gelungen sei, dass in kürzester Zeit ein Projekt realisiert worden ist, das klimapolitische Ziele und die Unterstützung der pädagogischen Arbeit einer städtischen Schule vereint.

Ausgangspunkt war eine Initiative der Landeshauptstadt Düsseldorf im Rahmen des Klimaschutzprogramms. Im Februar dieses Jahres stellte die Stadt Bürgern Dachflächen kostenfrei zur Verfügung, die über keine eigene geeignete Dachfläche verfügen, aber trotzdem “sauberen” Sonnenstrom produzieren möchten. “Unser Hauptanliegen war und ist es, privates Engagement für den Klimaschutz zu unterstützen”, betonte Dirk Elbers.

So war es nur logisch, dass die Dachfläche auf dem Humboldt-Gymnasium an der Pempelforter Straße der Humboldt Solar Gesellschaft bürgerlichen
Rechts (GbR) zugesprochen wurde. Diese entstand aus einem Zusammenschluss engagierter Eltern, die sich sehr kurzfristig nach dem Aufruf der Stadt zusammengeschlossen hatten. “Wenn man konkret etwas für den Klimaschutz tun will und auch andere überzeugen möchte, dann ist es ideal, das Dach der Schule der eigenen Kinder zu nutzen und über die Solaranlage das Thema in den Unterricht zu transportieren”, erklären Thomas Lennertz und Johannes Thor, Mit-Initiatoren der Bürgersolaranlage.

Da die Errichtung von Solarstromanlagen auf städtischen Dächern durch Privatpersonen sowohl für die Stadtverwaltung als auch für die Humboldt Solar GbR völliges Neuland war, mussten auf beiden Seiten mit viel Engagement und Kreativität Hürden wie die geringe Tragfähigkeit des Daches und besondere Anforderungen zum Blitz- und Brandschutz bei
der Installation auf einem Schulgebäude überwunden werden. Umso erfreulicher ist es, dass das Unterfangen für alle Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Die Anlage produziert ohne jegliche Umweltbeeinträchtigungen bei voller Sonneneinstrahlung 30 Kilowattpeak
(kWp). Das entspricht der Leistung von 500 handelsüblichen Glühbirnen oder 100 Bürocomputern. Die Mittel für den Bau der Anlage wurden von den Mitgliedern der Humboldt Solar GbR aufgebracht. Die Stadtwerke Düsseldorf haben für das Projekt einen Zuschuss bereitgestellt.

Außer an der Pempelforter Straße werden in diesem Jahr voraussichtlich sechs Solarstromanlagen auf städtischen Dachflächen in Betrieb genommen, fünf weitere werden Anfang 2009 folgen. Einige dieser Anlagen werden als offene Bürgersolaranlage betrieben, um auch weniger finanzkräftigen Bürgern der Stadt die Möglichkeit zu geben, sich für die Nutzung von Sonnenenergie zu engagieren. “Die Stadt prüft derzeit weitere Dachflächen auf ihre Eignung, damit
noch mehr Bürgerinitiativen dem guten Beispiel der Humboldt Solar GbR folgen können und Sonnenstrom produzieren”
, schloss der Oberbürgermeister.

(c)Text: Pressedienst Düsseldorf