Neue Gehege, mehr Besucherservice und Erlebnispädagogik – Studie soll klären, was am besten ankommt
Der Wildpark ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel in Düsseldorf – bis zu 500.000 Besucher pro Jahr steuern die Anlage mit ihren Wildgehegen, in
denen 100 Tiere leben, an. Dem will die Landeshauptstadt jetzt Rechnung tragen: Die Attraktivität des etwas in die Jahre gekommenen Parks soll weiter gesteigert werden. Eine Studie, wie dies geschehen kann und was voraussichtlich bei den Besuchern am besten ankommt, wird in Auftrag gegeben. Kosten: 100.000 Euro. Das Ergebnis wird Mitte nächsten Jahres erwartet. Danach sollen die politischen Beschlüsse gefasst werden und mit der ergänzenden Suche nach Sponsoren begonnen werden, um die Projekte umzusetzen.
Untersucht wird in der Studie unter anderem, ob neue Gehege errichten werden müssen oder vorhandene neu gestaltet oder erweitert werden sollen, wie der Besucherservice verbessert werden kann und ob neue Tierarten wie Bussard, Turmfalke oder Schleiereule im Wildpark gezeigt
werden sollen. Die bestehende Fasanen-Voliere für Rabenvögel könnte umgebaut werden. Etwas spektakulärer wäre die Neuanlage eines Wolfsgeheges, das ebenfalls zur Diskussion steht.
Auch eine Erweiterung der Waldschule um ein zusätzliches Gebäude mit zwei Schulungsräumen soll im Gutachten diskutiert werden. Eine Cafeteria, neue Sanitäranlagen und ein attraktiver Ausstellungsraum sollen das Angebot abrunden. Generell sollen die Bauten im Wildpark wie die
Futterstellen und Gehegezäune auf Verbesserungsmöglichkeiten “abgeklopft” werden.
Neue Erkenntnisse und Anforderungen für eine artgerechte Gehegeausstattung und die Ergänzung des bestehenden Tierbestandes durch weitere heimische Arten sind ein langgehegter Wunsch der städtischen Forstverwaltung, aber auch vieler Besucher des Wildparks. In der Studie
sollen nun die Möglichkeiten solcher Veränderungen geprüft werden. Auch die Besucherlenkung- und -information soll in diesem Zusammenhang verbessert werden. So würde man gerne unter anderem neue
Schutzhütten, Aussichtsplattformen, Besucherstege, Walderlebnispfade und eine einheitliche Beschilderung errichten.
Hintergrund: Wildpark
Eingebettet in den Grafenberger Wald ist der Wildpark mit seinen rund 100 Tieren besonders für Familien ein attraktives Ausflugsziel, das 365 Tage im Jahr geöffnet ist und keinen Eintritt kostet. Viele Menschen, die heute mit Kindern den Wildpark besuchen, kennen die Anlage noch aus der eigenen Kindheit. Das erstmals 1927 angelegte
Gehege umfasste damals nur zehn Hektar und beherbergte Dam- und Rehwild. Im Krieg 1944 wurde der Park geschlossen, 1952 auf 30 Hektar erweitert und neu eröffnet. Heute ist das Gehege 40 Hektar groß. Als letzte größere Investition wurde 1991 das Raubwildgehege mit Iltis, Wildkatze, Fuchs und Waschbär angelegt.
Kinder für die Schönheit und die Bedeutung des Ökosystems Wald zu begeistern und zu sensibilisieren ist der pädagogische Anspruch der Düsseldorfer Waldschule. Für Schulklassen und Kindergärten starten Förster von hier aus einmal in der Woche zur kostenlosen Park- und Waldexkursion.
Die Exkursionstermine der Waldschule sind bei den Schulen so begehrt, dass sie oft Monate im Voraus ausgebucht sind. Füttern dürfen die Besucher das Damwild und die Wildschweine in Maßen – und zwar
mit Rohkost wie Möhren, Kohlrabi, Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Eicheln und Kastanien.
(c)Text: Pressedienst Düsseldorf