Zum siebten Mal verleiht die Landeshauptstadt zehn Auszeichnungen für jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit

Für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement wurden zehn Düsseldorferinnen
und Düsseldorfer am 27. November mit dem Martinstaler
ausgezeichnet. Es ist das siebte Mal, dass die Stadt jahrelange ehrenamtliche Tätigkeit mit dieser Auszeichnung würdigt. Die Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Wohl der Allgemeinheit in besonderer Weise verdient gemacht haben, konnten die Plakette bei einer Feierstunde im Rathaus aus der Hand von Oberbürgermeister Dirk Elbers entgegennehmen.

“Mit dieser Auszeichnung wollen wir diejenigen würdigen, die sich seit vielen Jahren mit ganz besonderem Engagement für ihre Mitmenschen einsetzen. Meist sind sie in ihrem Stadtteil aktiv und besonders beeindruckend ist, dass die meisten der vorgeschlagenen Personen gleich
mehrere Ehrenämter inne haben. Mit ihrem Engagement leisten diese Menschen einen wichtigen Beitrag, Düsseldorf noch lebenswerter zu machen”
, erklärte Elbers.

Nach dem Motto “Tue Gutes und rede darüber”, will die Stadt Düsseldorf mit der Verleihung des Martinstalers ein Zeichen setzen und alle Bürgerinnen und Bürger motivieren, dem positiven Beispiel der Geehrten zu folgen. “Die Flut der Vorschläge, die ich auf meinen Aufruf im Sommer erhalten habe zeigt, dass der uneigennützige Einsatz für den Nächsten inzwischen weit verbreitet ist”, freut sich der Oberbürgermeister.

Der Martinstaler der Landeshauptstadt Düsseldorf wird jährlich an bis zu zehn Personen vergeben, die sich im besonderen Maße ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen. Voraussetzung ist eine mindestens zehnjährige Tätigkeit. Im Sommer waren die Düsseldorfer Bürger dazu aufgerufen worden, entsprechende Vorschläge einzureichen. Für die Mitglieder des Haupt und Finanzausschusses galt es dann aus knapp vierzig
Vorschlägen zehn Preisträger auszuwählen.

Mit dem Martinstaler werden in diesem Jahr folgende Personen ausgezeichnet:

  • Friedhelm Brücker

    Friedhelm Brücker, ist seit Jahren in Kalkum ganz vielfältig aktiv. So organisiert er beispielsweise den beliebten Martinsumzug gemeinsam mit dem dortigen Martinskomitee. Dabei geht es nicht nur darum, den eigentlichen Zug zu organisieren, sondern auch die Einrichtungen im
    Stadtteil zu motivieren mitzumachen, Geld zu sammeln, um die Kosten decken zu können.

  • Erich Fladerer

    Als Vorstandmitglied im Allgemeinen Blindenverein ist es Erich Fladerer besonders daran gelegen, dass Menschen mit Handikap den Alltag ohne Nachteile bewältigen können. Er setzt sich im Arbeitskreis “Bus und Bahn für alle” für die behindertengerechte Ausstattung des öffentlichen Nahverkehrs ein und arbeitet an der Erstellung eines Museumsführers speziell für sehbehinderte Menschen. Besonders geschätzt wird auch seine Fähigkeit, ausgleichend bei Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten zu wirken.

  • Wilhelm Döring
  • Wilhelm Döring gehört zu den Urgesteinen des Stadtteils Gerresheim. Seit der Gründung der Bezirksvertretung 7 arbeitet er in diesem Gremium mit und hat die Entwicklung seines Stadtteils stets fest im Blick. Sein Herz schlägt aber auch für den Sport, dort vor allem für den Handball: Er ist seit sage und schreibe 30 Jahren Handballschiedsrichter und hat auch den Schiedsrichter-Nachwuchs ausgebildet. Außerdem ist er als Vertreter der Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost über seine formalen Aufgaben hinaus aktiv, vermittelt zwischen Mietern und Vermietern,
    kümmert sich um Modernisierungen und organisiert Nachbarschaftsfeste.

  • Teresa Jacobi

    Einen “Vielseitigkeitspreis” hat auch Frau Teresa Jacobi verdient, die seit
    über 20 Jahren der katholischen Kirchengemeinde St. Reinold Vennhausen eine tragende Stütze ist. Die Kinder- und Jugendarbeit ist ihr ein besonderes Anliegen: So hat sie sich nicht nur die Vermittlung des Glaubens, zum Beispiel durch die Einführung einer Katechesewoche, zum Ziel gesetzt. Sie möchte auch den Kindern, die mit ihren Familien in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen leben, ein unbeschwertes Leben ermöglichen. Deshalb hilft sie mit, dass diese Jungen und Mädchen an den regelmäßigen Fahrten teilnehmen können. Mit der Gründung des Fördervereins Reinoldus e.V. hat sie sich auch der Kleinsten angenommen. Mithilfe des Vereins kann nun die Mittagsverpflegung der Kinder
    in der Gemeinde finanziert werden.

  • Bernhard Möller

    Bernhard Möller ist dem Brauchtum in Oberbilk eng verbunden und im St. Sebastianus Schützenverein genau so aktiv wie im dortigen Bürgerverein. Auch war er viele Jahre der historische Herold der St. Sebastianer in der Stadtmitte. Auch er gehört zu den Menschen, die sich dankenswerterweise darum kümmern, dass die schöne Tradition der Martinsumzüge nicht zum Erliegen kommt, in dem er den heiligen Martin verkörpert. Die Kinder im Gurkenland und in Oberbilk danken es ihm, dort vor allem die Jungen und Mädchen der Rheinischen Förderschule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung an der Brinckmannstraße. Auch als Mitglied des Kirchenvorstandes der Pfarrgemeinde St. Apollinaris und als Sänger und 2. Vorsitzender des Männergesangvereins Bilker Sangesfreunde ist er aktiv.

  • Ruth Klein

    Die Betreuung erkrankter Menschen hat sich Ruth Klein auf die Fahne geschrieben. Seit mehr als 28 Jahren setzt sie sich als “Grüne Dame” für die Patienten der Uniklinik ein. Ihre ehrenamtliche Arbeit reduziert sich nicht auf punktuelle Besuche an den Krankenbetten, sie besucht ihre Schützlinge sehr regelmäßig, steht als Gesprächspartnerin und gesuchte Ratgeberin auch den Angehörigen zur Seite und scheut sich nicht, auch einfache Handreichungen oder Besorgungen zu machen oder die Patienten
    auf Spaziergängen zu begleiten.

  • Bernd Pusch

    Dem Sport hat sich Bernd Pusch verschrieben, der seit 1993 als Leiter der
    Fußball-Arbeitsgemeinschaft der Gemeinschaftsgrundschule Lörick ehrenamtlich dort Jungen und Mädchen trainiert. Er initiierte das linksrheinische Fußballturnier der sechs Grundschulen, das gemeinsam mit der japanischen Schule regelmäßig ausgetragen wird und so zu deren Integration beiträgt. Sein Engagement geht sogar soweit, dass er dafür seinen Urlaub einsetzt. “Die Bewegungs- und Sportförderung der Jüngsten wird heutzutage immer wichtiger, darum brauchen wir solch im positiven
    Sinne ‘Sportverrückte’ wie ihn”
    , erklärte der Oberbürgermeister.

  • Irene Stengel

    Irene Stengel hat sich der Sozialberatung verschrieben. Im Stadteilladen der Diakonie in Flingern ist sie für die Ratsuchenden da. Zu ihr kommen Familien und auch Einzelpersonen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Sie steht den Ratsuchenden tatkräftig zur Seite, egal, ob es um Probleme mit Behörden geht, Konflikte mit Nachbarn, Streit mit dem Ehepartner oder um die anstehende Betreuung von Familienangehörigen. Dabei besucht sie die Menschen zu Hause oder begleitet sie bei Ämtergängen. Darüber hinaus ist sie auch in der Bezirksvertretung 2 aktiv, bei der Gewerkschaft IG Bau und beim Sozialverband VdK. Und dies alles, trotz ihrer eigenen großen Familie, die auch ihrer Unterstützung bedarf.

  • Jörg Sturm

    Die Schützenbruderschaften sind für viele Menschen ein Zuhause. Dass dies so ist und auch bleibt, dafür sorgen Menschen wie Jörg Sturm. Er hat alle Posten bei der Schützenbruderschaft St. Cäcilia inne gehabt und sich besonders für den Nachwuchs engagiert. Als Jungschützenmeister hat er die Mitgliedschaften von 20 auf 50 Personen erhöht, was für seine
    Arbeit und Überzeugungsfähigkeit spricht. Die jungen Leute kommen gerne und bilden eine feste Gemeinschaft, in einer Zeit, in der viele über Nachwuchsmangel klagen, ein nicht hoch genug einzuschätzendes Gut. Ganz wichtig ist auch der Kontakt zu den “Nicht-Schützen”, den er in Benrath vorbildlich pflegt, so dass es jedes Jahr ein harmonisches Miteinander geben kann.

  • Renate Voetsch

    Renate Voetsch arbeitet seit unzähligen Jahren unermüdlich und hoch engagiert für kirchliche und soziale Zwecke. Sie ist für die Aids-Hilfe tätig und betreut hilfsbedürftige Menschen, sie begleitet Kinder in das Ferienlager, hat für Kinder gekocht und in ihrer Kirchengemeinde
    zahlreiche soziale Dienste übernommen. “Sie hat in ihrer selbstlosen Art unzähligen großen und kleinen Menschen Licht und Freude ins Leben gebracht”, sagte Oberbürgermeister Dirk Elbers anlässlich der Verleihung des Martinstalers.

  • (c)Text: Pressedienst Düsseldorf