Ausgelassene Stimmung beim Zoch – Petrus spielte mit und stellte den Regen ab – Närrinnen und Narren begrüßen OB Elbers

Düsseldorf, Helau – Petrus, Helau: Pünktlich zum Zoch zeigte sich Petrus gnädig und stellte den Regen ab. Fortan konnten die Düsseldorfer Närrinnen und Narren die Schirme einklappen und ihren Rosenmontag bei bester Stimmung zelebrieren. Rund 900.000 lockte der Rosenmontagszug nach Düsseldorf. Das waren mehr als im Vorjahr (750.000), trotzdem war die Lage aus Sicht der Einsatzkräfte verhältnismäßig ruhig.

Pünktlich um 13.40 Uhr setzte sich der bunte Tross mit 72 Wagen, 5.500 Teilnehmern und 45 Musikkapellen in Bewegung. Selbst an der Engstelle am Rathaus ging es in diesem Jahr planmäßig voran – von dort aus wurde Karneval pur aus Düsseldorf von ARD und WDR übertragen. Am Zugweg warteten derweil rund 900.000 Gäste auf ihren Rosenmontagszug 2009. Insgesamt 40 Tonnen Wurfmaterial wurden unter die farbenfroh kostümierten Jecken gebracht. Auch Oberbürgermeister Dirk Elbers wurde bei seinem ersten Rosenmontag als Düsseldorfer Stadtoberhaupt ein Mottowagen gewidmet mit dem Titel: “Nettester Obärbürgermeister aller Zeiten – Dirk Elbärs!” Darüber hinaus gab es noch viele Hingucker aus der Schmiede von Wagenbauer Jacques Tilly: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Papst Benedikt, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama bekamen ihre Wagen mit hintersinnigen
wie humoristischen Motiven.

Für den OSD, der am Rosenmontag mit rund 80 Kräften auf den Straßen präsent war, stand auch an diesem Tag das Thema Jugendschutz im Vordergrund. Seit Weiberfastnacht waren mehr als 630 (Vorjahr: 600) Jugendschutzkontrollen vorgenommen worden, von denen 120 “positiv” waren (Vorjahr: 127). Die Jugendlichen mussten den Alkohol auf Geheiß des OSD dann wegkippen. Nur noch in drei Fällen (Vorjahr: 5) wurde der illegale Verkauf von Alkohol an minderjährige Jugendliche festgestellt – die ertappten Händler erwartet nun ein deftiges Bußgeld. Zur Karnevalsbilanz gehörten auch mehr als 232 (Vorjahr: 200) erwischte Wildpinkler.

“Keine besonderen Vorkommnisse” meldete die Düsseldorfer Feuerwehr von den sechs Unfallhilfsstellen und den drei mobilen Rettungswachen entlang des Zugweges. Insgesamt wurden 19 Krankentransporte (Vorjahr: 34) und 19 Notfalleinsätze – davon drei mit Notarzt in Krankenhäuser
gefahren. In den Unfallhilfsstellen wurden bis kurz nach dem Zug 77 (Vorjahr: 64) Personen behandelt, überwiegend wegen zu starken Alkoholgenusses, kleineren Verletzungen (Schnitt-, Platz- und Schürfwunden
sowie Prellungen) oder wegen Kreislaufproblemen. Die Rettungskräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen waren am Rosenmontag in Düsseldorf mit rund 300 Frauen und Männern im Einsatz, darunter sechs Ärzte. Dazu standen zusätzlich 13 Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge und neun Krankenwagen bereit. Das Bürgertelefon erreichte 19 Anrufe (Vorjahr: 23), die Anrufer stellten
überwiegend Fragen zum Zugweg und zu Straßensperrungen. 26 Mal (Vorjahr: 44) landete der Pkw am Haken.

Einen Großeinsatz beschert der Rosenmontagszug den Mitarbeitern der Awista GmbH. Die Hauptreinigungsarbeiten starten unmittelbar nach dem Rosenmontagsumzug. Sie erstrecken sich bis in den Abend. Erfahrungsgemäß fallen am gesamten Karnevalswochenende rund 130 Tonnen Abfälle an. Alleine am Rosenmontag kommen 80 Tonnen zusammen. Die Reinigung der Altstadt beginnt in der Nacht zum Dienstag. Die Reinigungsarbeiten sollen bis Dienstagmorgen gegen 11 Uhr abgeschlossen sein. Im weiteren Wochenverlauf steht dann noch schwerpunktmäßig
eine Nachreinigung insbesondere der Grünflächen auf dem Programm.

(c)Text: Pressedienst Düsseldorf